Werdohl, 25.03.2017, von Florian Kreißl

Alarmübung

Unangekündigte Alarmübung der Geschäftsstelle Dortmund für die Ortsverbände Herne, Iserlohn, Werne, Kamen- Bergkamen, Unna- Schwerte und Halver

Blick ins Schadengebiet

Ein schweres Erdbeben erschütterte die Region Werdohl-Elverlingsen. Zahlreiche Häuser von Werksangehörigen eines Kraftwerkes wurden beschädigt und mehrere Personen wurden vermisst. Es musste zudem mit Gefahrstoffen gerechnet werden. Dieses Szenario war die Ausgangslage für die großangelegte, unangekündigte Alarmübung des GfB Dortmund. 

Um 6:32 Uhr wurde das THW Halver alarmiert. Kurz darauf rückten die ersten Kräfte in den Bereitstellungsraum in Altena ab. Die Fachgruppe Beleuchtung wurde bereits auf der Anfahrt direkt zur der Schadenstelle geordert, um die Stromversorgung des bereits im Vorfeld alarmierten Führungs-/ Kommunikationstrupp aus Herne sicherzustellen. Nach und nach rückten die eintreffenden Einheiten aus dem Bereitstellungsraum vor. 
Um die Lage besser zu koordinieren, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Die Leitung des ersten Abschnittes übernahm der Zugtrupp aus Werne, den Zweiten der Zugtrupp aus Halver.

Im ersten Einsatzabschnitt wurden durch die Ortsverbände Werne und Unna vermisste Personen, Junghelfer des OV Witten,  gefunden und geborgen. 
Im EA 2 mussten 10 Häuser nach verletzen Personen abgesucht werden. Da in 8 Häusern Gefahrstoffe oder Gase vermutet worden sind, wurden die Gebäudekomplexe zunächst vom OV Kamen- Bergkamen unter schwerem Atemschutz mit Messgeräten untersucht. Danach konnten die Häuser durch die Helfer nach vermissten Personen abgesucht werden. Überall mussten mehrere Verletzte fachgerecht geborgen werden. Dazu wurden Wanddurchbrüche vorgenommen, schiefe Ebenen gebaut sowie Leiterhebel aufgestellt. Die Versorgung der Patienten übernahm das DRK aus Holzwickede und Hamm.

Der angrenzende Fluss "Lenne" war von dem Erdbeben betroffen. Auch hier wurden Personen vermutet. Die Fachgruppe Wassergefahren des OV Kamen- Bergkamen suchten mit Booten das Ufer ab.  Hierzu wurde auch die Fachgruppe Ortung des OV Unna- Schwerte hinzugezogen, die mit Rettungshunden die Suche unterstützt haben.
Da ein Gefahrstoffaustritt vermutet wurden, baute der OV Iserlohn parallel ein Dekon- Platz für die Einsatzfahrzeuge auf, wo alle Fahrzeuge nach dem Einsatz dekontaminiert wurden.

 Für den OV Halver endete der Einsatz gegen 15 Uhr.


  • Blick ins Schadengebiet

  • Helfer beim Einbinden einer verletzten Person

  • Helfer des OV Kamen unter schwerem Atemschutz

  • Einsatzabschnitt 1

  • Dekon-Schleuse

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