Rudolstadt, 04.08.2019

THW-Jugend Halver beim Bundesjugendlager

5.000 Teilnehmer beim 17. BJL in Thüringen

Kein THW-Bundesjugendlager ohne Teilnehmer aus Halver. Vom 27. Juli bis 3. August 2019 trafen sich insgesamt rund 5.000 Nachwuchs-Helfer im thüringischen Rudolstadt. Gemeinsam mit dem Betreuerteam Bendiks Dietrich, Benjamin Nordmann, Jonas Tepasse sowie dem Ortsjugendbeauftragten Matthias Nagel reiste die Halveraner Jugendgruppe dazu im MTW samt Anhänger aus dem Sauerland Richtung Osten.

Insgesamt umfasste das Lager eine Größe von 20 Fußballfeldern; zwei 200-kVA-Stromerzeuger versorgten alle Zelte mit Strom, vor allem für die wohl wichtigsten Utensile – die Kühlschränke. Bei 36 Grad Celsius musste das große Mannschaftszelt aufgebaut und mit Feldbetten, Tischen sowie Bänken ausgestattet werden. Ein Schwimmbad-Besuch zwecks Erfrischung tat danach mehr als gut.

Spannung war am nächsten Tag beim Bundeswettkampf der Nachwuchsorganisation angesagt. Leonberg aus Baden-Württemberg konnte seine „Meisterschaft“ verteidigen; die nordrhein-westfälische Abordnung aus Rheine belegte aber einen sehr achtbaren vierten Platz unter den 16 Startern. Grund genug, das Abschneiden abends bei der Lagerdisco ordentlich zu feiern.

Zum Berufserkundungstag hatten Zoll, Bundes- sowie Landespolizei, Bundeswehr, Deutsche Bahn, die Handwerkskammern aber auch Firmen wie Lidl (Einzelhandel) und Liebherr (Hafenkräne) Vertreter geschickt. Gemeinsam mit den Auszubildenden von Liebherr bauten die Halveraner einen besonderen Extrasitz für das Zeltlager-Fahrrad. Informationen gab es außerdem zum Bundesfreiwilligendienst-Programm des THW.

Beeindruckend war am nächsten Tag die Besichtigung des Heizkraftwerkes Rudolstadt, das eine Papierfabrik mit Dampf von 400 Grad Celsius bei 32 bar versorgt. Angesichts des extrem hohen Automatisierungsgrades der Anlage trafen die Halveraner kaum Mitarbeiter an. Nach einem Blick auf die heute noch in Betrieb befindlichen Filteranlagen aus dem Jahr 1936 gab es aber auch Zukünftiges zu sehen: Ein Blockheizkraftwerk, das mit Biogas aus einer Kläranlage betrieben wird.

Zur Lager-Halbzeit wartete eine Fahrt nach Jena zur Kanutour auf der Saale. 16 Kilometer ging es – nach kurzer Trainingszeit – viereinhalb Stunden lang ganz entspannt durch die unberührten Flusslandschaften entlang der Saale.

Völlig gegenteilig dann das Donnerstag-Programm: Im BMW-Werk Leipzig lassen die Mitarbeiter täglich mehr als 1.000 Neuwagen vom Band rollen. Hochmodern ausgestattete Abteilungen wie Karosseriebau, Montage und Lackiererei hinterließen bei den jungen Leuten tiefen Eindruck.

Dem Zeiss-Planetarium galt der zweite Abstecher nach Jena. Hier gab es jede Menge über die wesentlichen Teile unseres Universums sowie über die Leistungen von Astronomen aus vergangenen Jahrhunderten zu erfahren. Ein Einblick in die wichtigsten Schritte der Raumfahrt von der Mondlandung vor genau 50 Jahren über die Space-Shuttle-Flüge bis hin zur Raumstation ISS rundeten den Informationsreigen ab.

Gerade als sich die Halveraner so richtig eingelebt hatten, hieß es schon wieder „Zelte abbrechen“. Angesichts Regens war der Abbau schnell vollbracht. Voller Erlebnisse und Eindrücke fuhr unsere Jugendgruppe dann – unterbrochen durch eine kurzen Pannenhilfe für die Jugendgruppe aus Haltern – staufrei zurück nach Halver.


Hier noch einige beeindruckende Eckdaten zum Bundesjugendlager 2019: Es gab

- 43 Sanitärcontainer
- 70 Kilometer Stromkabel
- 1.200 Zelte
- 152.000 Brötchen
- 7.500 Kilogramm Gemüse
- 115.000 Liter Mineralwasser und Apfelschorle
- und vor allem: 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
 


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