Moderne Technik, 1980–1989

Mehr über die 1980er Jahre, 1980–1989

 

Moderner Fuhrpark

Zur Jahreswende 1980/81 erhielt der Ortsverband Halver einen neuen Gerätekraftwagen (GKW) der neuen Generation, vom Typ Magirus-Deutz 170 D11. 1983 folgten als neue Mannschaftskraftwagen (MKW) zwei Mercedes-Benz LA 911. Als Zugtruppkraftwagen (ZTrKW) konnte bald ein Volkswagen
„Bulli“, ein T-II-Transporter, als Spende aus der Wirtschaft in Dienst gestellt werden.

So ausgerüstet präsentierte sich der Bergungszug im Juni 1984 zum 20-jährigen Bestehen auf dem Jugendheimplatz. Damals waren u. a. dabei: Martin Bernadowitz, Klaus-Peter und Uwe Bernhardt, Friedhelm Broska, Robert Dupick, Gerd Elsholz, Gerhard Erdmann, Friedhelm Holthaus, Lothar Junge, Werner Karthaus, Bruno und Martin Krause, Karl-Heinz und Klaus Kreide, Ferdinand Krumm, Klaus Mesenhöller, Hans-Peter Moch, Gerfried Parzanka, Mike Pattberg, Thomas Pfender, Rudolf Pickelein, Rüdiger Pielhau, Jens Piepenstock, Olaf Rittinghaus, Klaus Schliek, Rudi Schölzel, Roland Schwab, Axel, Ralf und Michael Sokolowski, Hubertus Wieja und Andreas Winter.

Gründung der THW-Jugend

Im Jahr 1985 erfolgte mit der Neugründung einer Jugendgruppe eine wichtige Weichenstellung. Obwohl das THW durch Wehrersatzdienstleistende – „nach Paragraph 8.2 Verpflichtete“, wie man sagte – laufend neuen Zulauf bekam, waren es vor allem Klaus Kreide und Hubertus Wieja, die die Idee der Jugendarbeit vorantrieben. Der Ortsbeauftragte Gerhard Erdmann unterstützte das Projekt, das sich für die Zukunft des Ortsverbandes noch als so wichtig erweisen würde.

In loser Folge fanden weiterhin Großübungen in Ahrweiler oder Münster statt, an denen zum Beispiel öfters der Löschzug Vollme-Neuenhaus der Feuerwehr Kierspe und der Sanitätszug des DRK Halver teilnahmen. Diese organisationsübergreifenden Wochenendübungen wurden zur Tradition und förderten bis heute die enge Zusammenarbeit im örtlichen Katastrophenschutz.

25-jähriges Jubiläum

Am 23. und 24. Juni 1989 feierte der Ortsverband mit Festakt, Leistungsschau und Showabend das 25-jährige Bestehen im und am Anne-Frank-Gymnasium. Als Helfer aufgeführt waren unter anderem Ralf Bauer, Andreas und Uwe Bernhardt, Friedhelm Broska, Andreas Bußmann, Gerhard Elsholz, Gerhard Elsner, Gerhard und Brigitte Erdmann, Uwe Hoffmann, Lothar Junge, Torsten Junker, Werner Karthaus, Jürgen Körzel, Bernhard und Martin Krause, Karl-Heinz und Klaus Kreide, Jörg Leinweber, Wolfgang Löhn, Dirk und Klaus Mesenhöller, Hans-Peter Moch, Friedrich und Kurt Müller, Mike Pattberg, Thomas Pfender, Rüdiger Pielhau, Jens Piepenstock, Jörn Raguse, Olaf Rittinghaus, Klaus Schliek, Annegret und Rudi Schölzel, Axel, Michael und Ralf Sokolowski, Werner Stange, Stefan Thomeier, Michael Wagner, Hubertus Wieja, Andreas Winter und Rolf Wunderlich. Die Jugendgruppe bestand aus Jürgen Allefeld, Jens Dürholt, Karsten Göbel, Jörn Hevendehl, Sven Hill, Sascha und Stefan Kramer, Matthias Nagel, Matthias Oelke, Markus Petschulat, Thomas Reich und Marcus Steinbach.

 

Auftrag

In den 1980er Jahren stand für das THW weiterhin der Verteidigungsfall im Mittelpunkt des Auftrags, entsprechend auch der Ausbildung. Doch nichts verdeutlichte den sich anbahnenden Umbruch im THW mehr, als die vorübergehende Aufnahme von 51 DDR-Übersiedlern im THW-Heim an der Löhbacher Straße im November 1989. Der „Eiserne Vorhang“ begann sich zu öffnen, Ost und West näherten sich an.

Durch die deutsche Wiedervereinigung und die Auflösung des Ostblocks verlor ein möglicher Verteidigungsfall auch für den Gesetzgeber an Bedeutung. Das Technische Hilfswerk musste massive Mittelkürzungen hinnehmen und wurde zeitweise gänzlich infrage gestellt. Doch nicht zuletzt der exzellente Ruf des THWs im Bereich der humanitären Hilfe der Bundesregierung im Ausland stand dem entgegen. Neue Aufgaben und Strukturen führten hin zum heute bekannten Technischen Hilfswerk.

Einsatz

1982 war der Ortsverband Halver bei der Sprengung einer Eisenbahnbrücke bei Halver-Oberbolsenbach im Einsatz, als die stillgelegte Bahnstrecke von Halver über Anschlag nach Radevormwald zurückgebaut wurde. Im April 1988 war technische Hilfe nach einem Bauernhausbrand in Schneehohl gefragt.

Eine Einbindung des THW in das Einsatzgeschehen der Feuerwehr in der örtlichen Gefahrenabwehr  war in den 1970er und 1980er Jahren praktisch nicht vorhanden. Die THW-Einsatzkräfte sehnten sich geradezu danach, ihr erworbenes Können und ihre hervorragende Ausstattung in realen Einsätzen anwenden zu können, darauf fußte die Motivation. Einen Verteidigungfall – verfassungsmäßig bedingt der gesetzliche Hauptgrund für die Existenz des THW – hatte schon lange niemand mehr vor Augen.