Die Neuausrichtung, 1990–1999

Mehr über die Zeit der Neuausrichtung, 1990–1999

 

Harter Sparkurs nach Ende des Kalten Krieges

Für manche Altlasten, die in den 1990er Jahren zu beseitigen waren, wurde technische Hilfeleistung durch das THW angefordert, soziales Engagement bei Hilfstransporten und die Unterstützung bei Großveranstaltungen kamen hinzu: Im gleichen Maß, wie die Kriegsangst abnahm, änderte sich das THW und damit auch die Aufgaben des Halveraner Ortsverbandes. Die neue THW-Rechtsgrundlage aus dem Jahr 1990 nannte erstmals die technische Hilfeleistung im Auftrag der Bundesregierung im Ausland – neben der technischen Hilfe im Zivilschutz sowie bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und größeren Unglücksfällen.

An der Spitze des Ortsverbandes erfolgte ein Wachwechsel: Klaus Kreide löste im Mai 1990 Gerhard Erdmann als Ortsbeauftragter ab. Er musste eine Kürzung der Bundesmittel hinnehmen, da die Bevölkerungsschutzmaßnahmen zurückgefahren wurden. Die ehrenamtlich Aktiven bekamen das besonders an der Einsatzbekleidung und einem überalternden Fahrzeugbestand zu spüren. Dennoch nahmen sie nun die bessere Einbindung in die örtliche Gefahrenabwehr ins Auge, etwa zur Unterstützung der Feuerwehren bei Unwettern.

1994, als das THW Halver seinen 30. Geburtstag feierte, mischten mit: Thorsten Albrecht, Sven Annowsky, André Börsch, Andreas Bußmann, Stefan Dahlhaus, Karl-Otto Eidam, Brigitte und Gerhard Erdmann, Thomas Hampel, Christof, Mathias und Stefan Hedfeld, Friedhelm Holthaus, Torsten Junker, Oliver Kappe, Jan-Peter Kombächer, Jürgen Körzel, Karl-Heinz und Klaus-Gerd Kreide, Andreas Kutscher, Markus Leipert, Jörg Leinweber, Wilfred Lüsebrink, Jens Mau, Friedrich Müller, Matthias Nagel, Matthias Oelke, Markus Petschulat, Thomas Pfender, André Poth, Thomas Reich, Klaus Schliek, Michael Sokolowski, Jürgen Sprengel, Heinz Tackmann, Stefan-Mark Thomeier, Hans-Peter Wendel, Rainer Witte und Jacques de Wolf.

Mehr Einbindung in die örtliche Gefahrenabwehr

Um für die Aufgaben der örtlichen Gefahrenabwehr besser gerüstet zu sein, erfolgte 1994 die Aufstellung einer schnellen Einsatzgruppe. Sie passte in das im gleichen Jahr präsentierte „Konzept THW 2000“, das Bundesinnenminister Manfred Kanter vorlegte. Berücksichtigt wurde darin die veränderten Anforderungen an das THW bei größeren Katastrophen und Schadensfällen.

1995 wurde der Halveraner Bergungszug umgebildet. Er hieß fortan Technischer Zug und bestand aus dem Zugtrupp, zwei Bergungsgruppen und der Fachgruppe Infrastruktur. Der Gerätekraftwagen wurde in GKW I umbenannt, die MKWs hießen jetzt GKW II. Neben einem älteren Iveco-Magirus 90-16 AW, welcher bereits zuvor einen der MKWs ersetzt hatte, erhielt diese Fachgruppe einen Mercedes-Benz Unimog U 1300 als Mannschaftslastwagen II (MLW II).

Wilfred Lüsebrink folgte 1999 Klaus Kreide als neuer Ortsbeauftragter.